Deckblatt-Experimente
Pete Johnson liebt Tabak-Experimente. Mit neuen Deckblättern und Konzeptlinien entwickelt der Tatuaje-Gründer seine Blends immer weiter.Die Geschichte von Pete Johnsons Zigarrenlinie Tatuaje begann im Jahr 2003 mit der Kreation der Linie «Selección de Cazador». Unter dem Eindruck seiner Reisen in die Karibik verfolgte der Musiker und Zigarrenfan die Mission, den Stil des «Classic Cuban Blending» mit Tabaken aus der Neuen Welt zu replizieren. Dies gelang ihm mit der Hilfe des kubanischen Meisterblenders Pepín García, mit welchem ihn fortan eine Freundschaft und später sogar Familienbande verknüpften (Pete Johnson ist mit Garcías Tochter Janny García verheiratet). Die Brown-Label-Linie, wie die «Selección de Cazador» wegen ihres braunen Bandes manchmal auch genannt wird, kombiniert Einlagetabake und ein Umblatt aus Nicaragua mit einem Habano-Deckblatt aus Ecuador.
Mit der Tatuaje 7th präsentiert die Marke jetzt ein Spin-off der etablierten «Selección de Cazador». Pete Johnson zeigt mit dieser Serie, wie sich die Charakteristik der Ur-Linie mit einem neuen Deckblatt verändert. «Tatuaje 7th» ist die Bezeichnung des Corona-Gorda-Formats (5⅝ × 46) innerhalb der «Selección de Cazador»-Serie. Die Tatuaje 7th präsentiert dieses Format mit neuen Deckblattvarianten. Die Tatuaje 7th Corojo wird von einem Corojo-Saat-Deckblatt aus der Produktion der García-Familie in Nicaragua umhüllt. Das Deckblatt lenkt die Zigarre in eine geschmacklich deutlich neue Richtung: Das Aroma wird von Eindrücken von Muskat, Pekannuss, Karamell, Holz und Süsse geprägt. Das Deckblatt der Tatuaje 7th Tuxtla wiederum stammt aus der Region San Andrés Tuxtla im mexikanischen Bundesstaat Veracruz – einem der historischen Zentren des Tabakanbaus in Mexiko. Das mexikanische Deckblatt erweitert die Aromatik um dunkle, würzige, erdige Noten mit etwas Süsse.
Mit mexikanischen Deckblättern experimentierte Pete Johnson erstmals Anfangs der 2010er-Jahre. Mit der Tatuaje ME (Mexican Experiment) präsentierte er damals einen Limited Release, der die kräftigen Tatuaje-Tabake aus Nicaragua mit einem dunklen Mexiko-Deckblatt kombinierte. Der ölreiche San-Andrés-Tabak brachte Aromen von Kakao, Kaffee und erdiger Süsse in den Blend und verlieh den Zigarren einen weichen, tiefgründigen Charakter, was sie von vielen pfeffrigen nicaraguanischen Mischungen jener Jahre abgrenzte. Die positive Resonanz führte zu einer Weiterentwicklung des Projekts. Aus dem ursprünglichen Prototypen entstand die Serie Tatuaje Mexican Experiment II, oder kurz: ME II. Ungewöhnlich für Tatuaje: Alle Formate der Serie sind box-pressed.



