Die Zigarre mit dem Lederband
Skinhead Cigars präsentiert das neue Format Everglade. Die Geschichte hinter der Marke und der einzigartigen Bauchbinde aus echtem Leder.Die Zigarren von Skinhead ziehen im Humidor mit Bauchbinden aus glänzendem Leder die Blicke auf sich. Zigarrenringe aus überraschenden Materialien – das erinnert auch an die Zigarrenlinie Furia mit einem Schleifchen aus Wolle. Tatsächlich gibt es eine Verbindung: Beide Ideen stammen von Sandro Stroili, dem Gründer von Skinhead Cigars. Die Inspiration für die Zigarrenringe aus Leder lieferte ein Besuch in Andalusien. In einer Ledermanufaktur sah Stroili eine Lasermaschine, die kleine Lederstücke präzise zuschnitt. Die Idee einer Lederbauchbinde war geboren. Es folgten Experimente und schliesslich eine eigene Zigarrenlinie, inklusive einem vom Leder inspirierten Namen: Ein Stück Leder («Skin») schmückt den Kopf der Zigarre («Head»).
In der französischen Zigarrenbranche ist Sandro Stroili eine Institution. «Ich arbeite seit 34 Jahren mit Zigarren und habe mich sofort in dieses Produkt verliebt», erzählt Stroili. Bis in die 1970er-Jahre durfte in Frankreich nur die staatliche Monopol-Firma SEITA Zigarren vertreiben. «Ich erhielt eine Anstellung beim ersten unabhängigen Distributor und war für die Marke Don Diego verantwortlich». Damals stammten 99 Prozent der Zigarren aus Kuba. Nach zwei Jahren war das Unternehmen bankrott. Sandro Stroili glaubte an die Zukunft der Zigarren aus der Neuen Welt und machte sich mit einem Startkapital von 5’000 Franc selbständig. Dieses investierte er in Flugtickets. Er besuchte Honduras, die Dominikanische Republik und Nicaragua und suchte nach interessanten Marken. Heute führt sein Unternehmen Eurotab-France über 30 Marken im Portfolio und beschäftigt zwölf Mitarbeiter.
Die Skinhead-Bauchbinden bestehen aus Kalbsleder, sind aber mit einer Alligatorstruktur verziert. Sein erstes Format mit roter Bauchbinde nannte Sandro Stroili deshalb: Red Caiman – rotes Krokodil. Zu diesen Tieren hat der Franzose ein besonderes Verhältnis. Auf Reisen nach Miami besuchte er das natürliche Caiman-Habitat regelmässig. «Der Weg zu Rocky Patel nach Naples führt über die Alligator Alley. Die Natur hat mich immer beeindruckt.» Das neue Robusto-Format trägt den Namen «Everglade» und spinnt so die Verbindung zu den faszinierenden Sumpflandschaften im Süden Floridas weiter.
Es sei eine Ehre, dass A.J. Fernandez diese Zigarre für ihn produziere, sagt Stroili. Alle Tabake des Skinhead-Blends stammen aus Nicaragua und von den Farmen von A.J. Fernandez. Nach der Produktion gelangen die Zigarren in das Lager von Stroili in Frankreich. Dort reifen die Zigarren weiter. «Mindestens sechs Monate, bevor wir die Zigarren mit dem Lederband ausrüsten und in Kisten verpacken». Ist der Reifeprozess abgeschlossen, zeigen sich die Zigarren rund und aromatisch, mit Noten von Holz, Kakao, Leder und Gewürzen. Die neue Everglade übernimmt den Blend der Red Caiman. Das kleinere Ringmass führt zu noch mehr Intensität. Trotz grosser Nachfrage in Frankreich vertreibt Sandro Stroili seine Skinhead-Zigarren nur selektiv über rund 20 Tabakgeschäfte. Wer sie verkaufen darf, gilt als Freund des Hauses.


